Minimalinvasive Laseroperation bei gutartiger Prostatavergrößerung: Wissenstransfer am Landesklinikum Baden

BADEN. An der Abteilung für Urologie im Landesklinikum Baden-Mödling ersetzt eine moderne minimalinvasive Laseroperation bei sehr großen gutartigen Prostatavergrößerungen die offene Schnittoperation. Die dabei aufgebaute Expertise wird mittlerweile auch im Rahmen eines internationalen fachlichen Austausches an Kolleginnen und Kollegen weitergegeben.

Die Urologie des Landesklinikums Baden-Mödling zählt zu den wenigen Abteilungen in Österreich, die bei gutartiger Prostatavergrößerung eine moderne minimalinvasive Laseroperation anbieten: die Thulium-Laser-Enukleation der Prostata (ThuLEP). Hierfür wird ein neuer moderner, leistungsstarken Thulium-YAG-Laser eingesetzt. Diese Operationsmethode kommt insbesondere bei sehr großen Prostatavergrößerungen zum Einsatz und ermöglicht betroffenen Patienten, wieder selbstständig Wasser zu lassen – auch dann, wenn sie zuvor auf einen Dauerkatheter angewiesen waren.

„Die Operationstechnik wurde vor mehr als vier Jahren am Standort Baden eingeführt und seither kontinuierlich weiterentwickelt. Bei sehr großer Prostata hat das minimalinvasive Verfahren die offene Schnittoperation mittlerweile vollständig ersetzt. Der Eingriff erfolgt dabei über die Harnröhre und kommt ohne Hautschnitt aus. Zudem verkürzt diese Methode die Wundheilungsphase und auch die Aufenthaltsdauer im Klinikum“, erklärt Urologe OA Priv. Doz. Dr. Stephan Seklehner. 

Da die Laserenukleation eine spezielle Ausbildung mit einer entsprechende Lernkurve erfordert, spielt die Weitergabe praktischer Erfahrung eine wichtige Rolle. 

„Es freut mich sehr, dass die urologische Abteilung des Landesklinikums Baden sich in den vergangenen Jahren eine hohe Expertise auf dem Gebiet der Laseroperation erarbeitet hat. Genau diese Erfahrung wird nun auch an andere medizinische Fachkolleginnen und -kollegen weitergegeben. Das zeigt, mit welcher Expertise und internationaler Vernetzung in unseren Kliniken gearbeitet wird. Der fachliche Austausch über Ländergrenzen hinweg stärkt nicht nur die medizinische Zusammenarbeit, sondern trägt auch dazu bei, moderne Behandlungsmethoden zum Wohle der Patientinnen und Patienten weiterzuentwickeln“, so der für die NÖ Kliniken zuständige Landesrat Anton Kasser. 

Kürzlich hospitierten Urologen aus Šibenik, Kroatien, am Standort Baden. Dabei erhielten sie Einblicke in die Operationstechnik und konnten praktische Erfahrungen für die zukünftige Einführung der Methode an ihrem eigenen Klinikstandort sammeln.

„Der fachliche Austausch über Klinik- und Landesgrenzen hinweg ist ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Weiterentwicklung. Wenn spezialisiertes Wissen und praktische Erfahrung weitergegeben werden, profitieren davon langfristig vor allem die Patientinnen und Patienten“, betont Abteilungsvorstand Prim. Univ. Doz. Dr. Claus Riedl.

 

INFOBOX

Seit rund einem Jahr steht der Abteilung für Urologie ein moderner, gepulster 150-Watt-Thulium-YAG-Laser zur Verfügung. Das ist derzeit einzigartig in Niederösterreich. Die Operation erfolgt vollständig über die Harnröhre – ein Hautschnitt ist nicht erforderlich. Für die Patienten bedeutet dies eine wesentlich geringere Blutungstendenz, eine deutlich kürzere Erholungszeit und in der Regel eine Entlassung bereits am zweiten oder dritten Tag nach dem Eingriff und eine raschere Genesung. Gleichzeitig wird hinsichtlich der Verbesserung des Wasserlassens eine exzellente funktionelle Wirksamkeit erreicht. 

 

Weitere Informationen: www.baden.lknoe.at - Abteilung Urologie

 

 

 

BILDTEXT 

Foto 01 
Wissenstransfer und fachlicher Austausch am Landesklinikum Baden 
v.l.n.r. Dr. Andew Mojosovic (Urologe aus Kroatien); OA Priv. Doz. Dr. Stephan Seklehner; Dr. Marinko Bosnjak (Urologe aus Kroatien); Hr. Wolfgang Mangge (Laserfirma – G.M. Medizintechnik)

Foto 02 
Kroatische Urologen erhalten Einblicke in die minimalinvasive Operationstechnik

 

FOTOCREDIT: NÖ LGA – Landesklinikum Baden-Mödling
Abdruck honorarfrei nur im Zusammenhang mit der beigefügten Presseaussendung. Jegliche weitere Verwendung, Veröffentlichung oder Veränderung der Bildinhalte bedarf der ausdrücklichen Zustimmung der NÖ LGA.

 

MEDIENKONTAKT
Gudrun Wittmann, BA, MSc
Landesklinikum Baden-Mödling
+43 (0) 676 858 55 31540 
pressebn@noe-lga.atpressemd@noe-lga.at